Contribution Margin Explained Simply – With Practical Example
Understand contribution margin calculation with a practical example and make better pricing decisions.
Einleitung
„Den Auftrag können wir unmöglich annehmen – bei dem Preis zahlen wir drauf!" Sätze wie dieser fallen täglich in deutschen Unternehmen. Und erstaunlich oft sind sie falsch.
Das Grundprinzip: Variable Kosten vs. Fixkosten
Die Deckungsbeitragsrechnung trennt die Kosten konsequent in zwei Kategorien: Variable Kosten und Fixkosten.
Deckungsbeitrag = Umsatz − variable KostenDas Praxisbeispiel: Die Tischlerei Holzwerk
Sie fertigt Esstische und verkauft monatlich 100 Stück zu je 800 €. Die variablen Kosten pro Tisch betragen 450 €.
Deckungsbeitrag je Tisch: 800 € − 450 € = 350 € Gesamtdeckungsbeitrag: 100 × 350 € = 35.000 € Betriebsergebnis: 35.000 € − 28.000 € Fixkosten = 7.000 € GewinnBreak-even: Ab wann verdient Holzwerk Geld?
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Stück = 28.000 € ÷ 350 € = 80 TischeDrei Entscheidungen, die der Deckungsbeitrag besser macht
1. Der Zusatzauftrag unter Vollkosten
Bei freien Kapazitäten lohnt jeder Auftrag mit positivem Deckungsbeitrag.
2. Das vermeintliche Verlustprodukt
Ein Produkt mit positivem Deckungsbeitrag stützt das Ergebnis, auch wenn es nach Vollkosten „Verlust" macht.
3. Die Sortimentspriorität bei Engpässen
Im Engpass entscheidet der Deckungsbeitrag je Engpasseinheit.
Fazit
Die Deckungsbeitragsrechnung ist das Schweizer Taschenmesser der Preisentscheidung: Sie zeigt mit der einfachen Formel „Umsatz minus variable Kosten", was jedes Produkt wirklich beiträgt.